Waldkauz im Radio

Der Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017. WDR5 hat dazu ein Hintergrundstück von mir gesendet. Hier hier der Link zum Nachhören. Der Waldkauz ist die häufigste Eulenart in Deutschland. Kompakter Körperbau, das Gefieder sieht aus wie Rinde, dicker runder Kopf ohne Federohren. Mit ihm wollen die Naturschützer von NABU und dem bayerischen Landesbund für Vogelschutz die Aufmerksamkeit auf den Erhalt alter Bäume in Wäldern und Parks lenken.

Interaktive Webdoku online – Der Code der Vielfalt

In Deutschland gibt es allein an Tieren eine Vielfalt von schätzungsweise 48000 Arten.

Biologen entwickeln eine Schnellerfassung der Tiere, Pflanzen und Pilze. Für jede Art soll ein ganz spezifisches genetisches Merkmal erfasst werden, das es nur bei dieser Art gibt.

Das ist der genetische Barcode.

Im Forschungsprojekt „German Barcode of Life“ (GBOL) wird eine Datenbank mit den Barcodes aller Arten in Deutschland aufgebaut. Es ist eine Inventarliste der Artenvielfalt.

Ich habe dazu eine interaktive Dokumentation produziert.

Sie können

Forscherinnen und Forscher des Projekts besuchen und befragen.

Themen sind unter anderem:

Die Bedeutung der Datenbank für die

Vielfalt der Arten.

Sie kann unter anderem Ökologen, Natürschützern , helfen, die Biodiversität einer Region oder eines Standortes zu schützen. Für politische Entscheidungen können sie wichtige Informationen  bei der Verkehrs-, Stadt- und Landschaftsplanung bereit stellen.

Ein Forscher erläutert, wie es gelingt, alle Arten zu erfassen und wofür das Barcoding außer Ökologie und Naturschutz angewendet werden kann, zum Beispiel bei der Früherkennung von Pflanzenkrankheiten und der Beobachtung von Insekten, die als Bestäuber wichtig sind für die Landwirtschaft.

Sie können Teams bei der Arbeit im Eifel-Wald und am Fluss (Sieg)  begleiten und Forscherinnen nach Hintergrund und Bedeutung ihrer Feldarbeit befragen befragen.

Es gibt Sequenzen darüber, wie das Barcoding funktioniert. Ein zoologe führt vor, wie ein insekt herkömmlich bestimmt wird.    Überraschende Erkenntnisse kommen zur Sprache. Ein Zoologe erörtet, ob die klassische Weise,  Tierarten zu bestimmen, noch eine Zukunft hat.

Zudem weist die Website den Weg zu allen GBOL-Projekten in Deutschland.

 

In eigener Sache: Webdokus

Ich möchte gerne Webdokus und -reportagen machen. Und ich möchte  Kontakte knüpfen mit Autorinnen und Autoren, FotografInnen, VideofilmerInnen, GrafikerInnen, DatenjournalistInnen, CoderInnen etc., die das auch interessiert.

Warum?

  • Weil Webdokus und -reportagen aufregende Erzählformen sind, in denen wir das Beste aus jedem klassischen Medium ausspielen können,
  • weil ich glaube, dass sich interaktive Formen spätestens dann ausbreiten werden, wenn sich der Fernsehapparat als ein weiteres Ausspielgerät für das Internet etabliert und webbasierte Erzählformen einem noch viel breiteren Publikum zugänglich werden als heute,
  • weil ich glaube, dass das Publikum spätestens dann erwartet, dass es eine Geschichte interaktiv nutzen kann,
  • weil ich soweit sein will, wenn es auch hierzulande losgeht.
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Screenshot aus Klynt   (Bild: Rainer B. Langen)

Ich möchte ausprobieren, ob ich Webdokus sui generis produzieren kann, also ohne gleichzeitig einen Film oder ein Radiofeature zu machen. Zur Zeit arbeite ich mit dem  vielseitigen und analogue-native-freundlichen Programm Klynt an den ersten Referenzstücken.

Mit Pageflow habe und Linius ich erste Erfahrungen. Was ist schon weiß, ist, dass es eigentlich viel zu viel Arbeit für einen Einzelnen ist. Aber solange ich das noch ohne Budget mache, geht es nicht anderes. Die Finanzierung wird erst der nächste Schritt sein.

Ich fände es prima, wenn auf diesem Weg Leute zueinander fänden, die sich gegenseitig mit Anregungen, Diskussionen und Kritik voranbringen. Dabei sind technische und kreative Aspekte das Eine. Genauso wichtig sind Organisation, Finanzierung und Vermarktung. Vielleicht finden aus solch einem Kreis ja einmal produktive Teams zueinander.

 

 

Tagebau-Rekultivierung im Radio und multimedial

Foto: Rainer B. Langen

Foto: Rainer B. Langen

Tagebau-Rekultivierung ist an vielen Stellen in Deutschland ein wichtiges Thema. Ich beleuchte es in einer Multimedia-Reportage und einem Radio-Feature.

Für Braunkohle abgebaggert wurden  mehr als die Landesflächen von Berlin und Hamburg zusammen wurden dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik . Davon sind vor allem das Rheinland, Mitteldeutschland und die Lausitz betroffen.

Artenvielfalt bei Tagebau-Rekultivierung beachten

Es geht darum, wie aus Tagebaugruben wieder neue Landschaften mit Äckern, Wäldern und Naturrefugien geschaffen werden.Dabei achten die Planer darauf, dass die neuen landschaften nicht nur ertragreich für Förster und Bauern sind. Es geht auch darum, dass sich die typische artenvielfalt der Region wieder einstellt.

Ich habe bei Spremberg in der Lausitz auch ein Landschaftsobservatorium besucht, in dem die Natur ganz von alleine wieder Fuß fasst. Dort erfahren Wissenschaftler, dass es wichtig ist, wie Wind und Wetter eine nackte Fläche aus totem Sand ganz zu beginn formen. Nach und nach übernehmen Pflanzen und Tiere die Gestaltung der Landschaft.

Podcast: Vögel beachten Tempolimit

Manche Vögel haben ganz schön die Ruhe weg, gerade in ländlichen Gegenden. Da picken sie mitten auf der Straße die Reste einer überfahrenen Maus auf und wenn sich ein Auto nähert, fliegen sie erst im allerletzten Moment weg. Wie sie das immer wieder hinkriegen, haben französische Zoologen herausbekommen. Soviel sei verraten: Die Straßenverkehrsordnung hat einen gewissen Einfluss auf die Tiere.

Podcast: Für einige Pflanzen ist Trockenheit zum Weglaufen

Klar, können Pflanzen sich bewegen. Hin- und her schwingen Gräser, Kräuter und die Äste und Zweige im Wind. Aber das ist noch nicht alles. Physiker in Grenoble haben entdeckt, dass winzige pflanzliche Lebewesen Beine zum Gehen und Hüpfen haben und diese auch dafür nutzen. Wie das genau funktioniert, habe ich den Leiter der Forschergruppe gefragt.

Philippe Marmottant und sein Team haben dazu ein, wie ich finde, wundervolles Video produziert. Anschauen lohnt sich!

Wie versteckt man sich im offenen Wasser?

Bodenguckerfische vor Texas (Foto: Erich Schlegel)

Bodenguckerfische vor Texas können sich mit einem optischen Trick im offenen wasser verstecken (Foto/Credits: Erich Schlegel)

Wenn andere einen als Fisch gerne verspeisen möchten, ist es nützlich, wenn man sich gut verstecken kann. Damit einen die Raubfische gar nicht erst entdecken. Tatsächlich verstecken sich viele Fische zwischen Pflanzen, in den Ritzen eines Riffs oder sie graben sich womöglich sogar ein. Aber was machen die, die gar keine Verstecke haben, weil sie im offenen Wasser leben? Die Antwort von Dr. Molly Cummings: „Denen bleibt nichts übrig, als sich in das Bild des Wassers einzublenden.“ Klar, was sonst. Tarnkappe eben. Besser hätte es auch ein Magier nicht sagen können. Aber Weiterlesen →

Radio-Feature: Auch Tiere können psychisch krank werden

Mein Radio-Feature bei SWR2 zum Nachhören über Schimpansen, für die der eigene Arm ein fremder Gegenstand ist, lethargische Orang-Utan-Kinder und abnorm aggressive wilde Elefanten? Das ist für Zoologen, Psychologen und Psychiater nicht länger einfach eine Sammlung aus dem Raritätenkabinett der Natur. Sie erkennen, dass dahinter Angst, Depressionen und posttraumatische Belastungsstörungen der Tiere stehen, wie sie auch für Menschen bekannt sind. Und dass sie oft von Menschen verursacht sind.

 

Spinne hält Mahlzeit: (Sehr-)Kurz-Tierfilm am Bürofenster

Vor meinem Bürofenster hat eine Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus) ihr Netz aufgespannt.  Ich konnte sie beim Fressen beobachten. So entstand der erste (Mikro-) Tierfilm gut einen Meter neben meinem Schreibtisch.

Das nenne ich echtes Blog-Zoo-Direktoren-Glück.

Über die Spinne, der zwei Vorderbeine fehlen, kann ich außer dem im Film Gezeigten nicht viel sagen. Auf einmal war sie da mit ihrem Netz.

Und jetzt ist sie wieder weg. Schade.