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Interaktive Webdoku online – Der Code der Vielfalt

In Deutschland gibt es allein an Tieren eine Vielfalt von schätzungsweise 48000 Arten.

Biologen entwickeln eine Schnellerfassung der Tiere, Pflanzen und Pilze. Für jede Art soll ein ganz spezifisches genetisches Merkmal erfasst werden, das es nur bei dieser Art gibt.

Das ist der genetische Barcode.

Im Forschungsprojekt „German Barcode of Life“ (GBOL) wird eine Datenbank mit den Barcodes aller Arten in Deutschland aufgebaut. Es ist eine Inventarliste der Artenvielfalt.

Ich habe dazu eine interaktive Dokumentation produziert.

Sie können

Forscherinnen und Forscher des Projekts besuchen und befragen.

Themen sind unter anderem:

Die Bedeutung der Datenbank für die

Vielfalt der Arten.

Sie kann unter anderem Ökologen, Natürschützern , helfen, die Biodiversität einer Region oder eines Standortes zu schützen. Für politische Entscheidungen können sie wichtige Informationen  bei der Verkehrs-, Stadt- und Landschaftsplanung bereit stellen.

Ein Forscher erläutert, wie es gelingt, alle Arten zu erfassen und wofür das Barcoding außer Ökologie und Naturschutz angewendet werden kann, zum Beispiel bei der Früherkennung von Pflanzenkrankheiten und der Beobachtung von Insekten, die als Bestäuber wichtig sind für die Landwirtschaft.

Sie können Teams bei der Arbeit im Eifel-Wald und am Fluss (Sieg)  begleiten und Forscherinnen nach Hintergrund und Bedeutung ihrer Feldarbeit befragen befragen.

Es gibt Sequenzen darüber, wie das Barcoding funktioniert. Ein zoologe führt vor, wie ein insekt herkömmlich bestimmt wird.    Überraschende Erkenntnisse kommen zur Sprache. Ein Zoologe erörtet, ob die klassische Weise,  Tierarten zu bestimmen, noch eine Zukunft hat.

Zudem weist die Website den Weg zu allen GBOL-Projekten in Deutschland.

 

In eigener Sache: Webdokus

Ich möchte gerne Webdokus und -reportagen machen. Und ich möchte  Kontakte knüpfen mit Autorinnen und Autoren, FotografInnen, VideofilmerInnen, GrafikerInnen, DatenjournalistInnen, CoderInnen etc., die das auch interessiert.

Warum?

  • Weil Webdokus und -reportagen aufregende Erzählformen sind, in denen wir das Beste aus jedem klassischen Medium ausspielen können,
  • weil ich glaube, dass sich interaktive Formen spätestens dann ausbreiten werden, wenn sich der Fernsehapparat als ein weiteres Ausspielgerät für das Internet etabliert und webbasierte Erzählformen einem noch viel breiteren Publikum zugänglich werden als heute,
  • weil ich glaube, dass das Publikum spätestens dann erwartet, dass es eine Geschichte interaktiv nutzen kann,
  • weil ich soweit sein will, wenn es auch hierzulande losgeht.
klynt_screenshot

Screenshot aus Klynt   (Bild: Rainer B. Langen)

Ich möchte ausprobieren, ob ich Webdokus sui generis produzieren kann, also ohne gleichzeitig einen Film oder ein Radiofeature zu machen. Zur Zeit arbeite ich mit dem  vielseitigen und analogue-native-freundlichen Programm Klynt an den ersten Referenzstücken.

Mit Pageflow habe und Linius ich erste Erfahrungen. Was ist schon weiß, ist, dass es eigentlich viel zu viel Arbeit für einen Einzelnen ist. Aber solange ich das noch ohne Budget mache, geht es nicht anderes. Die Finanzierung wird erst der nächste Schritt sein.

Ich fände es prima, wenn auf diesem Weg Leute zueinander fänden, die sich gegenseitig mit Anregungen, Diskussionen und Kritik voranbringen. Dabei sind technische und kreative Aspekte das Eine. Genauso wichtig sind Organisation, Finanzierung und Vermarktung. Vielleicht finden aus solch einem Kreis ja einmal produktive Teams zueinander.