Kategorie-Archiv:Zoologie

Waldkauz im Radio

Der Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017. WDR5 hat dazu ein Hintergrundstück von mir gesendet. Hier hier der Link zum Nachhören. Der Waldkauz ist die häufigste Eulenart in Deutschland. Kompakter Körperbau, das Gefieder sieht aus wie Rinde, dicker runder Kopf ohne Federohren. Mit ihm wollen die Naturschützer von NABU und dem bayerischen Landesbund für Vogelschutz die Aufmerksamkeit auf den Erhalt alter Bäume in Wäldern und Parks lenken.

Podcast: Vögel beachten Tempolimit

Manche Vögel haben ganz schön die Ruhe weg, gerade in ländlichen Gegenden. Da picken sie mitten auf der Straße die Reste einer überfahrenen Maus auf und wenn sich ein Auto nähert, fliegen sie erst im allerletzten Moment weg. Wie sie das immer wieder hinkriegen, haben französische Zoologen herausbekommen. Soviel sei verraten: Die Straßenverkehrsordnung hat einen gewissen Einfluss auf die Tiere.

Wie versteckt man sich im offenen Wasser?

Bodenguckerfische vor Texas (Foto: Erich Schlegel)

Bodenguckerfische vor Texas können sich mit einem optischen Trick im offenen wasser verstecken (Foto/Credits: Erich Schlegel)

Wenn andere einen als Fisch gerne verspeisen möchten, ist es nützlich, wenn man sich gut verstecken kann. Damit einen die Raubfische gar nicht erst entdecken. Tatsächlich verstecken sich viele Fische zwischen Pflanzen, in den Ritzen eines Riffs oder sie graben sich womöglich sogar ein. Aber was machen die, die gar keine Verstecke haben, weil sie im offenen Wasser leben? Die Antwort von Dr. Molly Cummings: „Denen bleibt nichts übrig, als sich in das Bild des Wassers einzublenden.“ Klar, was sonst. Tarnkappe eben. Besser hätte es auch ein Magier nicht sagen können. Aber Weiterlesen →

Radio-Feature: Auch Tiere können psychisch krank werden

Mein Radio-Feature bei SWR2 zum Nachhören über Schimpansen, für die der eigene Arm ein fremder Gegenstand ist, lethargische Orang-Utan-Kinder und abnorm aggressive wilde Elefanten? Das ist für Zoologen, Psychologen und Psychiater nicht länger einfach eine Sammlung aus dem Raritätenkabinett der Natur. Sie erkennen, dass dahinter Angst, Depressionen und posttraumatische Belastungsstörungen der Tiere stehen, wie sie auch für Menschen bekannt sind. Und dass sie oft von Menschen verursacht sind.

 

Spinne hält Mahlzeit: (Sehr-)Kurz-Tierfilm am Bürofenster

Vor meinem Bürofenster hat eine Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus) ihr Netz aufgespannt.  Ich konnte sie beim Fressen beobachten. So entstand der erste (Mikro-) Tierfilm gut einen Meter neben meinem Schreibtisch.

Das nenne ich echtes Blog-Zoo-Direktoren-Glück.

Über die Spinne, der zwei Vorderbeine fehlen, kann ich außer dem im Film Gezeigten nicht viel sagen. Auf einmal war sie da mit ihrem Netz.

Und jetzt ist sie wieder weg. Schade.

 

 

Biodiversität lässt die Kasse klingeln

Wozu brauchen wir eigentlich Artenvielfalt oder Biodiversität?

Das werde ich oft gefragt und gebe die Frage als Journalist oft an Experten weiter.

Weil Artenvielfalt ein kultureller Wert ist, wie Theater, Literatur, Musik oder der Kölner Dom, bekomme ich zur Antwort. Oder: Weil wir nicht wissen, wozu wir sie vielleicht eines Tages noch gebrauchen können. Oder: Weil es einfach schön ist, sie zu haben. Es gibt sogar Gründe, die mit staatstragender Wucht daherkommen: Weil wir uns völkerrechtlich verpflichtet haben, die Biodiversität zu schützen.

Finde ich alles wichtig und richtig, aber nicht ganz einfach zu fassen. Doch manchmal gibt es auch ganz handfeste Gründe für Weiterlesen →